Auf dieser Seite möchten wir unseren verdienten Mitgliedern, die verstorben sind, würdig gedenken.


Nachruf Günter Meyer

Betroffen hat uns die Nachricht vom plötzlichen Tod unseres Mitglieds und Sonderrichters Günter Meyer.

Er verstarb am 20. März im Alter von 76 Jahren völlig unerwartet.

Schon seit seiner Kindheit galt seine große Leidenschaft den Tieren. Das zeigte sich zunächst in der frühen Hinwendung zur Rassegeflügelzucht und später in seiner Arbeit in der Milchviehanlage. Seit vielen Jahren prägten rebhuhnfarbige und rote Italiener seine Ausläufe. Immer wieder kamen neue Rassen hinzu – teils zu Studienzwecken für seine inzwischen erfolgreich abgeschlossene Preisrichterausbildung.

Auch die Lachshühner hatten es ihm besonders angetan, sodass er sowohl die großen als auch die Zwerg-Lachshühner züchtete.

Im Jahr 2008 trat er unserem Sonderverein bei. Aufgrund seiner umfangreichen Erfahrungen wurde er bald darauf zum Sonderrichter für Lachs- und Zwerglachshühner ernannt.

 

Wir wünschen seiner Familie viel Kraft für die kommende schwere Zeit und werden Günter stets ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Sonderverein der Deutschen Lachshuhn- und Zwerglachshuhnzüchter

 


Erinnerung an Hans Otto

Am 12. Januar 2026 hätte unser unvergessener Hans Otto seinen 100. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass möchten wir seiner gedenken und ein Foto veröffentlichen, das seine tiefe Verbundenheit zu unserem Sonderverein widerspiegelt.

Hans Otto war bis zu seinem Tod im Jahr 2024 ganze 70 Jahre Mitglied unseres Vereins. Sein Engagement, seine Verlässlichkeit und seine Liebe zur Sache prägten Generationen von Züchterinnen und Züchtern.

Für seine Verdienste wurde er mehrfach ausgezeichnet:

 

• 1972 mit der silbernen Ehrennadel,

• 1997 mit der goldenen Ehrennadel,

• 2017 mit der Ehrenmitgliedschaft.

      

Sein Wirken bleibt lebendig, sein Name bleibt ein fester Teil unserer Vereinsgeschichte.

 

Hans Otto bleibt unvergessen.


Nachruf Gerd Beuchler

Unser langjähriges Mitglied Gerd Beuchler verstarb am 14. Juni. Mit ihm haben wir einen verdienten und engagierten Mitstreiter verloren. Auf vielen Ausstellungen war es mit seinen Tieren präsent und erreichte oft auch große Erfolge. Nicht zu vergessen seine, in den Jahren 2006 bis 2009 organisierten Werbeschauen in Döbeln, wo viele Lachshühner präsentiert wurden und wir auch einige neue Mitglieder gewinnen konnten.

 

Sein Andenken werden wir in Ehren halten.



















Nach Fritz Kindler, war Heinz Geselbracht mit 21 Jahren der Vorsitzende mit der zweit längsten Amtszeit von unserem SV. Von 1968 bis 1989 führte er die Geschicke des Sondervereins. Aufgewachsen als Halbwaise, sein Vater starb ein viertel Jahr vor seiner Geburt, hatte er keine einfache Kindheit. Musste seine Mutter doch viel arbeiten, um beide ernähren zu können. Im Alter von 10 Jahren erfüllte sich aber sein größter Wunsch und er bekam zum Weihnachtsfest seine ersten Hühner. Es war ein Stamm von 1,4 Rhodeländern . Das war quasi der Grundstein für sein weiteres Leben. Auch für die Kaninchen Zucht konnte er sich begeistern. Hier waren es vor allem die Belgischen Riesen und Widder, auf die er auch erste Erfolge erzielen konnte. Nach den Rhodeländern erfolgte der Umstieg auf Zwerg Wyandotten. Seinen Berufswunsch als Förster ließ sich leider nicht erfüllen. So begann er eine Ausbildung als Kaufmann. Den Großteil seines Arbeitslebens war es aber in der Bauwirtschaft tätig. Im 18. Lebensjahr wurde Heinz zum Arbeitsdienst und Militär einberufen. Seinen Einsatz verbrachte er an verschiedenen Standorten. So verschlug es ihn auch nach Müller Volbern in Sachsen. An einer idyllisch gelegenen Mühle sah er zum ersten mal Lachshühner. Er war restlos begeistert von der Ausgefallenheit dieser schönen Rasse. Nach der Zusage, dem SV bei zu treten, bekam er 1939, die ersten Tiere. Durch einen erneuten Standort wechsel nach Frankreich, hatte er die Möglichkeit sich noch zwei weitere Hennen zu besorgen und mit nach Hause zu nehmen. Das war der Anfang einer langen und sehr erfolgreichen Lachshuhn Zucht. Durch seine vielfältigen Aktivitäten, blieb es nicht aus, dass er auch in verschiedene Ämter in seinen Vereinen übernahm. 

Er war Mitglied im GZV Hasbergen / GZV Osnabrück / ZZV Osnabrück / GZV Oberkirch / Vereinigung der Osnabrücker Taubenzüchter und ja bereits seit 1939 Mitglied im SV der Lachshuhn Züchter. In unserem SV übernahm er das Amt als Zuchtwart für die Großen im Jahre 1950. Dieses führte er bis 1968. Dann wurde er zum 1. Vorsitzenden gewählt und übernahm das Amt des verstorbenen Hans Österling. Der Zusammenhalt innerhalb unseres SV´s war für Heinz immer eine Herzens Angelegenheit. Daran hatten auch die jährlichen Sommertagungen einen großen Anteil. Hier wurde über mehrere Tage die Gemeinschaft gepflegt. Nicht selten begannen ST bereits am Donnerstag und endeten Mittwochs mit der Abreise der letzten Gäste. Heinz konnte mit seinen Lachshühnern viele große Erfolge auf verschiedenen Ausstellungen erringen. So erhielt er 4 x das BB von Hannover, den Dr. Wolf Pokal, den Kindler-Porzellan Teller ( leider beide verschollen ), viele Zinnbecher, die Dr. Wolf Medaille in Gold, Silber und Bronze sowie einige Bundesplaketten. Verschiedene silberne und goldene Ehrennadeln wurden ihm verliehen. Die SV Nadel in Gold erhielt er im Jahre 1963. Sein ganzer Stolz aber war der GOLDENE RING von unserem SV. (Meines Wissens nach, wurde er nur an 3 Persönlichkeiten überreicht). Diesen erhielt er 1964.

Verschiedene Fachartikel in den Geflügelzeitungen wurden von ihm verfasst und veröffentlicht. In seine Amtszeit fiel auch das 75. Jährige SV Jubiläum. Hier hat er sich mit der von Paul Doll verfassten Chronik , ein bleibendes Werk, von hoher Wertigkeit erarbeitet. Im Jahr 1989 gab er sein Amt als 1. Vorsitzender an Walter Pavel ab. Den Zusammenschluss von der SZG und dem SV konnte er leider nicht mehr erleben. Er starb nach kurzer, schwerer Krankheit am 29. Mai 1990. 

Im Rahmen meiner Archiv Arbeit, ist es mir gelungen, einen sehr netten und persönlichen Kontakt zur Schwiegertochter von Heinz, Frau Astrid Gesselbracht aufzubauen. Im September 2018, bin ich ihrer Einladung gefolgt und habe sie in Hasbergen besuchen dürfen. Hier konnte ich noch das fast komplette Züchter Zimmer von Heinz bestaunen. Begeistert hat mich das Lachshuhn Fenster. 

Frau Geselbracht, hat mir sehr viel von dem Nachlass für das Archiv überlassen. Dafür an dieser Stelle ein RIESENGROSSES Dankeschön. Es war mir auch ein Bedürfnis, einen Besuch am Grab von Heinz abzustatten. Auch dieser Wunsch wurde mir erfüllt. 

DANKE HEINZ, für all Deine geleistete Arbeit für unseren SV. 

Immer auf Achse - für unsere Lachse –

Stefan Wand

Heinz Geselbracht (aus dem Buch von Paul Doll)

Bilder vom Grab von Heinz Gesselbracht und der Schwiegertochter die freundlicherweise Einblick erlaubte in das schöne Zimmer mit den besonderen Motiven der Lachshühner in den Fenstergläsern. Ebenso das immernoch bestehende Pokalzimmer und einige seiner Urkunden.



Stefan Wand, unser Pressewart des Sondervereins, überbrachte im Namen des SVs bei der Beerding von Siegfried Schmiele ein Blumengesteck mit Schleife.